Nächster Lauf: 31.12 Silvesterlauf in Peuerbach (6,8 km)
Warum?

Warum laufen? Warum Marathon? (08.Juli.2013)

 

Diese Frage habe ich in den letzten zweieinhalb Jahren des Öfteren gehört. Ich betreibe seit meinem 8. Lebensjahr Sport, vermehrt Fußball. Ich habe die Jugend und anschließend auch den Erwachsenen Fußball in Ort im Innkreis beim TSV genossen. Das Ganze als Spieler, Funktionär und Trainer beim Verein. Wegen mangelnden Talentes spielte ich in der zweiten Mannschaft des TSV und war dort gleichzeitig auch sechs Jahre Trainer. Mit dem Verein konnte ich zwei Meisterschaften feiern. Es war eine tolle Zeit mit Höhen und Tiefen. Es war für mich undenkbar einmal was anderes zu machen, aber dann kam das Jahr 2011.

 

2011:

Anfang des Jahres im Alter von 29 Jahren wollte es der Spielplan so, dass wir an einem April Wochenende spielfrei hatten. Dies fiel genau auf das Linz Marathon Wochenende. Ein Freund und ich entschieden uns den Halbmarathon zu absolvieren. Ich machte neben dem Fußballtraining zwei Mal die Woche ein Lauftraining. Welche Zeit wir laufen haben wir überhaupt nicht geplant ;). Im Ziel wurde es dann eine 01:40:45h Zeit. Es war ein tolles Erlebnis: das ganze Event, die Leute an der Strecke, usw. -  ich hatte Blut geleckt. ;)

Ich spielte nebenbei weiter Fußball, aber eben nebenbei. Das Laufen wurde immer mehr. Ich suchte mir einen Trainingsplan im Internet für einen Halbmarathon unter 01:30h und lief im Oktober den München (Halb) Marathon. Der nächste Schritt war getan und das nächste Ziel erreicht. Halbmarathon - das ist meine Strecke. Den ganzen würde ich nie laufen. 42,195km - NIEMALS.

 

2012:

Im Jänner 2012 wollte ich erneut den Halbmarathon in Linz laufen. Allerdings reizte mich der Ganze doch etwas und so entschied ich mich meinen ersten Marathon zu laufen. Die Königsdisziplin! Trainingsplan gesucht und ab geht’s. Es war eine große Umstellung denn eine Marathonvorbereitung ist eine andere Liga. Am Ende lief ich 03:16h. Was für ein tolles aber hartes Erlebnis. Jetzt hat mich das Lauffieber endgültig gepackt. Und ja, es ist eine gewisse Form von Sucht, aber das ist eher positiv. Denn jede Leidenschaft ist auch Sucht. Ich wollte immer schneller werden und im Oktober 2012 lief ich den Marathon unter drei Stunden. Bei den „kleineren“ Läufen kam der ein oder andere Stockerlplatz dazu und mittlerweile werden es immer mehr. Ich laufe in der Woche so um die 80 bis 120 km. Das Ganze funktioniert nur mit einer toleranten Freundin an der Seite. Laufen wurde zur Lebenseinstellung und ist nach meiner Freundin das wichtigste in meinem Leben. Denn in drei Monaten Marathonvorbereitung bleibt neben Arbeit und Freundin nicht viel Platz für was anderes. Aber Zeitmanagement ist alles und ich hoffe dass ich irgendwann mal was anderes auch noch einplanen darf. ;) 2012 trat ich auch einen Verein bei und zwar der LG Innviertel. Nette Leute und viel Unterstützung schaden nicht.

 

Die Nebenerscheinungen:

In dieser Zeit verlor ich natürlich einige Kilos. 16 an der Zahl und ich hörte des Öfteren dass ich wieder einmal was essen sollte. ;) Andere Läufer wissen vielleicht wovon ich rede, aber an das gewöhnt man sich. Ich bin Marathonläufer und esse vermutlich doppelt so viel wie ein „Normalo“. Es gibt Tage, da esse ich ein halbes Kilo Nudeln. Ernährungsmäßig habe ich mich nicht wirklich umgestellt. Nudeln und so hab ich schon immer gemocht und das ist jetzt ein Vorteil. Ich mag fast kein Obst und esse hauptsächlich sehr viel Bananen. Und da laufen nur ein Hobby ist, esse ich auch sehr viel Schokolade. Ich lasse es mir gut gehen und halte mich nicht an irgendeinen Essplan. …und zwischen den Marathons trinke ich auch Alkohol. ;) In einer speziellen Vorbereitung dann eben weniger. Früher war der Alkoholkonsum wöchentlich der Fall. Aber seitdem ich meine Freundin Anna habe gibt es auch andere schöne Dinge im Leben und ich brauche nicht JEDE Woche Party. Grundsätzlich gehe ich nach dem Motto: “Ich schaffe keinen das Laufen an solange ihr mich laufen lässt“.

Immer wieder höre ich von Leuten die keine Ahnung haben wie ungesund das viele Laufen ist. ;) Es hat mir eine steigende Lebensqualität gegeben und irrsinnig viel Selbstvertrauen.

Es heißt nicht umsonst: Wenn Training ein Arzneimittel wäre, wäre es mit Sicherheit das am häufigsten verschriebene Medikament. Viele Therapeuten hätten weniger Arbeit.

Jeder hat seine Hobbys und das meine ist das Laufen. Doch auch hier gibt es Unterschiede. Der eine joggt drei Mal pro Woche 30 Minuten locker durch die Gegend und ich trainiere halt Marathon. Jedem das Seine.

 

Ich brauche Wettkampf! ;)

 

Fazit des ganzen: „Sag niemals nie“

sportliche grüsse Mario :)