Nächster Lauf: 07.06.2018 Businesslauf Schärding (4,5 km)
News

HERZLICH WILLKOMMEN AUF DER HOMEPAGE VON "RUNNING SNOWMAN"

 

Aktuelle Jahreskilometer: 1452,5 (bis 23.05.2018)

 

OÖ-Landesmeister (Halbmarathon) 2017 // OÖ-Vizelandesmeister (10 km) 2018

 

17.04.2018: Marathon zeigte sich von seiner hässlichsten Fratze

Es war also angerichtet. Nach einem tollen viermonatigen Training fand am Sonntag endlich der Linz Marathon statt. Vier Monate für diesen einen Lauf, grundsätzlich ja aber ganz so ist es dann auch nicht. Aber erstmal alles der Reihe nach.

Die Marathonwoche stand vor der Tür. Nur keine Fehler mehr machen lautete hier die Devise. Wie immer steigt die völlig normale Nervosität von Tag zu Tag ins Unermessliche. Kohlenhydrate tanken, viel trinken und die letzten zwei Nächte im Gästezimmer schlafen. So ungefähr läuft das Ganze ab. Anna schüttelt mal wieder den Kopf wenn ich bei Schönwetter zur Vorsicht eine Haube aufsetze (ich könnte mir ja eine Erkältung einfangen) aber sie kennt dieses Szenario ja schon. wink Die Vorbereitung und die letzten Tage verliefen perfekt und somit konnte der 15. April endlich kommen.

Endlich Marathontag

Um 09.30 Uhr war es soweit und es erfolgte endlich der Startschuss. In Linz sind es rund 1.000 Läufer/innen die sich über die vollen 42,195 Kilometer wagen. Pünktlich zum Start kam auch die Sonne so richtig raus und es wurde leider sehr warm. Trotzdem blieb ich von Beginn an beim Pacemaker welcher unter drei Stunden laufen sollte. Natürlich riskiere ich denn schließlich habe ich für Sub3 trainiert. Von Beginn an merke ich dass es an diesen Sonntag sehr schwierig wird. Beim Halbmarathon in 01:29h war ich nicht mehr locker und das hat meistens fatale Folgen. Vier Wochen zuvor in Wels noch 01:23h auf 21 Kilometer gelaufen, dürfen 01:29h als Durchgangszeit beim Marathon einfach kein Problem sein. Wie gesagt war es leider ein Problem und daher wurde das Ganze jetzt auch schon zur Kopfsache. Zuviel riskiert? Wieder nicht das Ziel dem Wetter angepasst? Derselbe Fehler wie schon 2017 bei meinem Ultralauf? Ach ist das kacke! Aber es geht weiter und ich versuchte nicht daran zu denken und hoffte einfach dass der Knoten noch platzen würde. 24 Kilometer war ich auf Kurs (ca. 04:15min/km) aber dann verlor ich den Pacemaker schon leicht aus den Augen und bereits bei Kilometer 28 traf es mich wie ein Blitz. Meine Beine wurden schwer wie Stein und nichts ging mehr. Unglaublicher Frust setzte sich frei, es war zum heulen. Ich ging einige Schritte, vielleicht geht es ja danach wieder. Nach einem erneuten Laufversuch der ordentlich in die Hose ging war es dann endgültig vorbei. Mein „Traum“ nach vier Jahren wieder unter der drei-Stunden-Marke zu bleiben war geplatzt. Ich entschied mich anschließend noch die Strecke zu Ende zu „traben“ und so kam ich nach 03:35h ins Ziel. Die letzten 14 Kilometer waren eine Mischung aus Langeweile und Frust aber in dieser Zeit konnte ich eben diesen Frust auch verarbeiten und so war die Enttäuschung im Ziel schon nicht mehr so groß.

Was bleibt?

Am Ende des Tages bleibt die Erkenntnis dass ich zuvor den Respekt vor dem Marathon etwas verloren hatte und das ist definitiv ein Fehler. 42 Kilometer am Limit zu laufen macht man nicht einfach so weil man gerade darauf hintrainiert hat. Nein, am gleichen Tag musst du dir die Frage stellen was ist wirklich möglich? Das Wetter soll absolut keine Ausrede sein, aber ich hätte einfach zu Beginn, als ich merkte es geht heute nicht gut, mein Ziel anpassen müssen. „Einfach“ auf 03:05h oder 03:10h anlaufen. Aber es ist so unglaublich schwer dies auch tatsächlich umzusetzen.

Es zählt auch das davor

Aber ich kann das Ganze mittlerweile gut einschätzen und einen Marathon so akzeptieren wie er gelaufen ist. Ich bin froh diesen unglaublich genialen Sport überhaupt verletzungsfrei ausüben zu können. Zeiten sind vor allem im Hobbybereich nicht das Wichtigste was jedoch nicht heißt dass ich mir nicht weiterhin hohe Ziele setzen werde. cheeky Das viermonatige Training war einfach toll und daher war definitiv nichts umsonst. Tolle Einheiten zu Hause, sehr emotionale Testwettkämpfe die mein „versagen“ beim Marathon etwas korrigieren. Nach einer regenerativen Pause geht die noch junge Saison weiter. Die neuen Ziele stehen noch nicht fest aber auch für die werde ich wieder gerne und „viel“ trainieren.

Linz ist immer eine Reise wert

Zumindest am Marathontag ist Linz definitiv eine Reise wert. Für die Zuschauer war das sonnige Wetter perfekt und es war danach auch für mich noch ein schöner Tag. Mein Schwager, meine Schwägerin und die Kids waren zur Unterstützung vor Ort. Natürlich waren auch Anna und Lian in Linz mit dabei.

Und ja, man kann es nicht oft genug sagen. DANKE Anna für die unglaublich vielen Trainingsstunden welche du mir im Alttag ermöglichst. Es ist nicht selbstverständlich dass sich eine Partnerin bei der Tagesplanung vorher mit den Worten „wann und wie lange trainierst du heute“ informiert. Danke, dass du und Lian oft mit dabei seid. Diese Zieleinläufe sind die Schönsten und dadurch wird ein misslungener Lauf doch noch ein Guter.angelheart

In diesem Sinne,

„Keep on running“